Glossar Falten & Co

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige Fachbegriffe aus dem Bereich der ästhetischen Medizin näher erklären.

Botulinumtoxin

Botulinumtoxin Typ A ist den meisten auch unter dem Namen Botox® - einer Marke von Allergan bekannt. Botulinumtoxin Typ A ist ein neurotoxisches Protein (Eiweißstoff), das von speziellen Bakterienkulturen ausgeschieden wird. Die Wirkung von Botulinumtoxin beruht auf der Hemmung der Signalübertragung von Nervenzellen zum Muskel durch den Botenstoff Acetylcholin. Je nach Dosierung wird dadurch die Kontraktion des Muskels geschwächt oder komplett gehemmt.

Medizinisch wird Botulinumtoxin bereits seit den 80er-Jahren in der Neurologie eingesetzt. Hier findet es Einsatz zur Behandlung von fokalen Dystonien (wie der sogenannte Schiefhals oder dem Stimmbandkrampf) und Spastiken.

Seit Anfang des neuen Jahrtausends ist auch die Anwendung von Botulinumtoxin in der plastischen und ästhetischen Chirurgie zur Behandlung von bestimmten Gesichtsfalten zugelassen. Dabei eignet es sich besonders für die Behandlung von Zornesfalten, Stirnfalten und von Krähenfüßen. Zum Glätten von Falten wird das Botulinumtoxin gezielt und dosiert in den Bereich der faltenverursachenden Muskeln gespritzt, um die Aktivität dieser Muskeln zu schwächen. Dabei entfaltet Botulinumtoxin in der Faltenbehandlung seine "glättende" Wirkung innerhalb von einigen Tagen, die in der in der Regel über mehrere Monate anhält.

Weitere Informationen zur Behandlung mit Botulinumtoxin finden Sie unter:
Faltenunterspritzung und Schweißdrüsenbehandlung.


Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein langkettiger Mehrfachzucker (Polysaccharid) der natürlich im Bindegewebe des Körpers vorkommt. Vorallem in der Haut, in Gelenken und im Auge findet sich eine hohe Konzentration an Hyaluronsäure. Sie besitzt die Fähigkeit, eine sehr große Menge Wasser an sich zu binden und übernimmt im Körper eine Vielzahl von Aufgaben. Zum Beispiel für den Flüssigkeitshaushalt und die Elastizität der Haut oder als Schmierstoff in den Gelenken. Hyaluronsäure wird vom Körper ständig neu produziert und wieder abgebaut. Die natürliche Produktion und damit der Gehalt im Körpergewebe nimmt jedoch mit zunehmenden Alters ab. Dies ist einer der Gründe für die Bildung von Falten und für den Elastizitätsverlust der Haut.

Die in der ästhetischen Medizin eingesetzten Hyaluronsäurepräparate werden heute meist biotechnisch hergestellt. Sie sind mit der menschlichen Hyaluronsäure weitgehend identisch und meist gut verträglich.

Da der Körper natürliche flüssige Hyaluronsäure binnen weniger Tage abbaut, werden für die Faltenunterspritzung Gele mit sogenannten stabilisierten oder vernetzten Hyaluronsäuren verwendet. Diese werden, je nach Präparat, erst nach mehreren Wochen bzw. Monaten vom Körper vollständig abgebaut. Die Stärke der Vernetzung der Hyaluronsäure beeinflusst auch die Viskosität der unterschiedlichen Präparate. Stark vernetzt wird Sie als Filler für tiefe Falten wie z. B. der Nasolabialfalten oder von Zornesfalten eingesetzt, während Produkte mit weniger stark vernetzter Hyaluronsäure z. B. zur Behandlung feinerer Falten und zur Modellierung der Lippenkonturen Verwendung finden.

Mehr über die bei Ihrer Schönheitschirurgie verwendeten Hyaluron-Produkte erfahren Sie hier.

Weitere Informationen zur Behandlung mit Hyaluronsäure-Fillern finden Sie unter:
Faltenbehandlung und Lippenmodellierung.


Platelet Rich Plasma (PRP)

Platelets bzw. Thrombozyten (Blutplättchen) sind die kleinsten Zellen des Blutes und spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung und Wundheilung. Sie sind kernlose Zellen, gebildet im Knochenmark. Thrombozyten enthalten Wachstums- und Wundheilungsfaktoren, die nach Aktivierung (z.B. durch Ca++-Ionen) gezielt freigesetzt werden und Mesenchymale Stammzellen und Fibroblasten anziehen und anregen. Dadurch spielen sie neben der akuten Wundheilung auch eine wichtige Rolle in der Geweberegeneration. Sie haben sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten "Waffen" der regenerativen Medizin entwickelt.

Platelet Rich Plasma (PRP) wird aus Eigenblut gewonnen. Eine kleine Menge Blut wird dabei vom Arzt, aus einer Armvene entnommen. Diese Prozedur kennen die meisten von der Blutabnahme für Laboruntersuchungen beim Hausarzt. Das Blut wird anschließend vom Arzt mit einer Zentrifuge unter aseptischen Bedingungen in seine Bestandteile getrennt und das PRP von den anderen Blutbestandteilen getrennt. Dabei werden wenige Milliliter des klaren bis leicht gelblichen Platelet Rich Plasma (PRP) gewonnen, in dem die Thrombozyten konzentriert sind. Das PRP kann jetzt gezielt in die Areale gespritzt werden, in denen die Thrombozyten ihre Wirkung entfalten sollen. Da es sich beim PRP um eigene Körperzellen handelt, ist eine allergische Reaktion oder Infektion praktisch ausgeschlossen.

Das thrombozytenreiche Plasma wird seit vielen Jahren zur Behandlung von Wundheilungsstörungen in der Gesichts- und Mundchirurgie sowie in der Orthopädie eingesetzt. Seit einigen Jahren hat die PRP-Behandlung auch als Dracula-Therapie oder Vampir-Lifting Einzug in die ästhetische Medizin gehalten.

Weitere Informationen zur Behandlung mit PRP finden Sie unter:
Dracula-Therapie (PRP).



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